Ausgrabungen

Allgemeines
Vorgehensweise


Allgemeines


Archäologische Ausgrabungen werden heutzutage meist im Vorfeld von Baumaßnahmen durchgeführt.


Für den Bauherren bedeutet dies eine zusätzliche Anforderung im Rahmen der Bauplanung.

Für Archäologen stellt sich dabei die Aufgabe, technisch genau, fachlich präzise und gleichzeitig schnell zu arbeiten.

Das Zusammenspiel der verschiedenen Interessen muss gewährleistet sein. Die Ziele sind:

Flächenplanum
Bild1 Erstellen eines Flächenplanums   

- archäologisch qualitätvolle Ausgrabungen bei gleichzeitig
- kosten- und zeitoptimiertem Arbeiten.


Durch die von der artemus GmbH eingesetzten Techniken lassen sich beide Faktoren vereinen.
Steinplattengrab
Bild 2 Freilegen eines Befundes
(Fränkisches Steinplattengrab)

Vorgehensweise

Die Vorgehensweise bei einer Ausgrabung ist abhängig von Art und Zeitstellung des zu untersuchenden Objektes.

Archäologische Fundstellen weisen neben den Funden meist nur noch Reste bzw. Spuren von ur- und frühgeschichtlichen Siedlungen oder Gräbern im Boden auf, den archäologischen Befunden. Um sie zu entdecken, muss im Normalfall eine vom Mutterboden befreite ebene Fläche, das Planum, maschinell mit dem Bagger bzw. auch mit Schaufeln und Kellen erstellt werden (Bild 1).

Es folgt die Einmessung sowie fotografische und zeichnerische Aufnahme des Planums.
Anschließend wird jeder Befund als gesonderte Stelle einzeln untersucht und dokumentiert (siehe hierzu auch unter der Rubrik Dokumentation und Technik). In der Regel werden dabei zunächst ein oder mehrere Profilschnitte angelegt, eingemessen, fotografiert und gezeichnet. Zusätzlich erfolgt die Bergung aller entdeckten Funde (Bild 2).


Grabungsplan

 

 

                      Bild 3 : Grabungsplan, Ausschnitt einer fränkischen Nekropole.


Der Ablauf der Arbeitsweise ist bei Ausgrabungen unterschiedlicher Art und Zeitstellung ähnlich.
Dabei handelt es sich wie auch bei der Dokumentation und der Auswertung um Maßgaben des zuständigen Amtes für Bodendenkmalpflege. Gemäß dieser Vorgaben erfolgt die Auswertung der Grabungsarbeiten im Rahmen der Dokumentation und Berichterstellung (Bild 3).

In manchen Fällen geht einer Ausgrabung eine archäologische Prospektion bzw.
Sachstandsermittlung voran.


 

Entwurf, Konzept und Umsetzung: Minerva-IT
Köln / Koblenz im Mai 2001